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UNISUR

Wer sie sind

Die verschiedenen Stadtteile von Quito entwickelten sich auf unterschiedliche Weise. Während sich das neuralgische Zentrum im Norden befindet, wurde der südliche Teil  in der öffentlichen Stadtplanung lange vernachlässigt.

Diese mangelhafte Planung hat im Süden zur Entwicklung einer benachteiligten Gesellschaft geführt, die viele Bedürfnisse geltend gemacht hat, der aber keine Lösungen angeboten wurden.

Unidad del Sur (UNISUR) sieht in der  Armut  ein Hindernis für die Bildung und in der Bildung ein Hilfsmittel, um der Armut zu entkommen. Seit 1994 konzentriert sich die Arbeit dieser Stiftung deshalb auf die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Bereich des  Bildungsangebots in der Stadt Quito für Personen aus den Arbeitervierteln, um ihnen  Mittel für eine schrittweise Verbesserung ihrer Lage an die Hand zu geben.

Gestützt auf ihre Erfahrung und ihre zahlreichen und erfolgreich erprobten Aktionen, lanciert die Stiftung zurzeit mit der Entwicklung des Projektes „UNIRSE“ ein neues Projekt,  das auf die soziale Verantwortung der Unternehmen (RSE) abzielt. . Dieses Projekt will Unternehmen mit Hauptsitz im Süden von Quito für  die Auswirkungen ihrer (ökologischen, sozialen...) Aktivitäten  auf  die  intern (Angestellte, Gewerkschaften) oder extern Betroffenen  (Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Gemeinden  und NGOs) sensibilisieren.

Im Wesentlichen bietet UNISUR diesen Unternehmen Hilfestellung bei der  Einführung einer Politik  der sozialen Verantwortung an. Diese sollte nicht als Aufwand angesehen werden, sondern  als eine Investition in die wechselseitige Entwicklung der verschiedenen Partner, die in dieses Vorhaben involviert sind.

            Das Ziel bleibt dasselbe: Programme im Bereich Bildung und Kultur anzubieten und die nachbarschaftliche sozioökonomische Integration der Gemeinden  und der Menschen  im Süden von Quito zu fördern, damit sie ihre Lebensqualität verbessern können.

UNISUR

UNISUR bietet den Unternehmen und der Bevölkerung von Süd-Quito eine Betreuung beim Erschaffen einer Politik der sozialen Verantwortlichkeit der Unternehmen.

Die Anden / Pichincha
6;-0.2690598475714911;-78.53384197221374
Ausbildung Soziale u. wirtschaftliche Entwicklung
Jugenlichen Jungen Erwachsenen Erwachsene
Humanitär

Neuigkeiten

Startschuss für das Projekt „hermanamiento“ der Stiftung UNISUR

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Im Rahmen des von UNISUR entwickelten Projekts „hermanamiento“ werden Schulpartnerschaften organisiert, bei denen UNISUR die Rolle des Vermittlers einnimmt. UNISUR hat festgestellt, dass viele ländliche Schulen ihr akademisches Niveau durch den Austausch mit anderen Schulen erhöhen konnten. Bei den Austauschpartnern handelt es sich dabei oft um städtische Schulen, die unter besseren Bedingungen arbeiten können, was die finanziellen Mittel, die pädagogischen Materialien usw. betrifft.

Dank der Zusammenarbeit mit der Schule San Gabriel von Quito, konnte UNISUR in der kleinen Schule von Cañaveral eine richtige Bibliothek einrichten. Die Schule San Gabriel von Quito hat über 260 Bücher und Enzyklopädien gespendet, die nun den 40 Schülern dieser kleinen Einrichtung in der Provinz Manabí zur Verfügung stehen.

An die Eltern der Schüler und die Lehrer wurden ebenfalls Bücher verteilt, mit komplexerem Inhalt, damit auch diese ihr Wissen erweitern können.

Zur Einweihung der Bibliothek, die den Grundstein des Projekts „hermanamiento“ bildet, sind Dr. Alejandro Vicente von der Stiftung UNISUR, die Schulleiterin Patricia Vera, sowie Vertreter der Schule  San Gabriel von Quito und örtliche Amtsinhaber erschienen. Natürlich haben auch die Schüler und ihre Eltern teilgenommen.

Nach einer kurzen Ansprache haben Schüler, Lehrer und Eltern Lesegruppen gebildet, um sich mit dem neuen Material vertraut zu machen. Märchen für die Jüngsten, wissenschaftliche Enzyklopädien für die Älteren - für jeden war etwas dabei und alle teilten die Freude am Lesen und am Lernen.

Alle wollen dafür sorgen, diese Dynamik auch auf lange Sicht beizubehalten, um den nächsten Schritt zu gehen: die Einrichtung einer digitalen Bibliothek, die es den Schülern, Lehrern und Eltern dieser kleinen ländlichen Schule ermöglicht, von den gleichen Wissensquellen zu profitieren wie ihre Partner der renommierten Schule San Gabriel von Quito. 

 



Ihr Bedarf

Hintergrundwissen

Gemeinnütziger Verein, gegründet am 27. September 1995, nach dem ministeriellen Abkommen Nr. 4789 des ecuadorianischen Ministeriums für Erziehung und Kultur. Ministeriums für Erziehung und Kultur

Der Verein UNISUR ist im Süden von Quito angesiedelt, im Quartier Solanda, das über eine Million Einwohner zählt. Hauptsächlich handelt es sich bei dieser Bevölkerung um Einwanderer aus dem Süden der Sierra. Dieses Gebiet, welches sehr kommerziell ist und auch ein starkes Bevölkerungswachstum aufzeigt, ist auf Erziehung ausgerichtet. Seine Charakteristiken sind eine multikulturelle Bevölkerung, kooperative Verbindungen zwischen den einzelnen Einwohnern und eine zusammengeschweißte Gemeinschaft. Der größte Teil der Künstler aus Quito stammt aus den südlichen Vierteln der Stadt, was dieser Gemeinschaft ein Gefühl von Stolz vermittelt.

Die Verwaltung von Südquito hat während der Erarbeitung seiner Diagnose und seinem strategischen Plan 1994 festgelegt, dass das südliche Stadtgebiet ein erzieherisches Angebot auf Universitätsniveau benötige, um den festgestellten fehlenden Bedarf zu decken und damit ebenfalls das erzieherische Gleichgewicht in Quito wieder herzustellen. Die Verwaltung hat sich darauf dazu entschlossen einen Abstimmungsprozess zwischen den verschiedenen Akteuren des Gebiets einzuleiten, um ein einheitliches Ausbildungsprogramm auszuarbeiten. Dieses sollte nicht nur zur Entwicklung des betroffenen Stadtteils beitragen, sondern auch auf nationaler Ebene ermöglichen, dass für die Familien des Südens von Quito ein finanziell zugängliches einheitliches Ausbildungsprogramm geschaffen wird, an dem sie ihre Kinder teilnehmen lassen können.

Die Arbeit zur Abstimmung wurde von verschiedenen sozialen Akteuren aus dem Süden Quitos getragen, die sich zum Verein UNISUR zusammengeschlossen haben. Der Verein, gesetzlich seit 1995 auf das ecuadorische Recht basierend, ist somit durch den ursprünglichen Willen zur lokalen Lebensverbesserung hervorgegangen. Ausgehend von dem Prinzip, dass eine Abstimmung der Akteure dieses großen Bereichs seine Entwicklung durch das Prisma der Erziehung und Ausbildung der Jugendlichen hindurch fördere.

Das südliche Gebiet von Quito erstreckt sich über eine Fläche von 136 000 Hektare und zählt über 800 000 Einwohner. Es bildet den Teil von Quito, der das stärkste demographische Wachstum erfährt. Seit Jahrzenten ist es das Eintrittstor der Einwanderer in die Hauptstadt. Sein maßloses Wachstum ohne angepassten Planungsprozess hat es zu einer verwundbaren Gesellschaft mit viel Bedarf und wenig Lösungen gemacht.

Bis 1994 gab es auf Universitätsebene kein erzieherisches Angebot in diesem Gebiet. Die gesamten Universitätszentren befanden sich im nördlichen Teil der Stadt und verursachten dementsprechend Transportprobleme für die Studenten, die zwischen den Süd- und Nordvierteln pendelten: unregelmäßige Fahrpläne für die Studenten sowie unsichere Transportweg besonders für die Studentinnen. Diese für viele junge Menschen aus dem südlichen Viertel von Quito diskriminierenden Faktoren, haben letztlich zur Erschaffung einer Universität im Süden mit einem leichteren Zugang der Bevölkerung aus diesem Stadtteil geführt.

Der Verein UNISUR hat ein Projekt zur Erschaffung einer Universität im Süden Quitos ausgedacht, entwickelt und mit Hilfe eines Abkommens mit der salesianischen Universität ins Leben gerufen. Dieses Hochschulzentrum ist das Ergebnis der Arbeit aller UNISUR Mitglieder, die ihre Kompetenzen zusammengelegt haben, um aus Spendengeldern diese Institution zu erbauen. Heute ist das Hochschulzentrum national anerkannt.

In seinen Anfängen nahm die Universität der Salesianer nur 72 Studenten auf und der Unterricht wurde größtenteils durch freiwillige Professoren vermittelt. Heute zählt die Universität mehr als 5 000 Studenten und ist die größte salesianische Universität des Landes. Das Errichten einer Universität im Süden von Quito hat zum Ziel der Jugend dieses Stadtviertels eine qualitativ hochstehende und nahegelegene Ausbildung, welche für eine möglichst große Anzahl Sudenten zugänglich ist, anzubieten. Im Jahr 2002 hat UNISUR seine pädagogische Hilfe überdacht und sich dazu entschlossen, aus der salesianischen Universität auszutreten, da diese keinen Bedarf mehr am Mitwirken von Unisur zum Erhalt seiner Aktivitäten hatte. (Zwischenzeitlich hat UNISUR den Studenten weiterhin den Zugang zur Ausbildung ermöglicht, indem Stipendien zuerkannt wurden.)

Von 2002 bis 2011 hat sich der Verein die Stärkung des Bereichs Kultur zur Hauptaufgabe gemacht, indem studentische Führungsfiguren geschult wurden. Bis letztes Jahr hatte der Verein ein Grundstück im Süden von Quito zur Verfügung, auf dem er ein Kulturzentrum errichten wollte. Aufgrund von Änderungen in der Stadtpolitik hat sich die Stadtverwaltung letztendlich das Grundstück wieder angeeignet, um dort selbst ein Zentrum zu bauen. Der Verein unterstützt trotz allem dieses Projekt mit dem Hintergedanken, dass das Vorrecht zur Förderung der Kultur vor allem bei den öffentlichen Institutionen liegt. Das alleinige Ziel von UNISUR ist es das Bild des Südens der Stadt aufzuwerten. Selbst wenn die Stadtverwaltung dieses Projekt in kürzerer Zeit vollendet als der Verein, schätzt letzterer seine Mitarbeit als eine willkommene Unterstützung ein.

Von 2011 bis 2016 hat UNISUR sich dazu entschlossen seine Aktivitäten neu auszurichten und hat deshalb das Programm UNIRSE (die Abkürzung ist zusammengesetzt aus UNISUD und „responsabilité sociale des entreprises“ soziale Verantwortung der Unternehmen) aufgestellt. Es ist heute der zentrale Pfeiler, um den sich die Aktionen von UNISUR weiterhin drehen. Die unternehmerische Sozialverantwortung ist definiert als „ein Konzept für Unternehmen auf freiwilliger Basis, Sozial-, Wirschafts- und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeiten und Wechselbeziehungen mit ihren Stakeholdern zu integrieren.“ . Mit diesem Konzept will UNISUR in dem südlichen Gebiet von Quito neue Impulse setzen.

Avenida Teniente Hugo Ortiz S16-273 y Ajaví (an der Ausfahrt Nord vom „mercado Mayorista“) Quito - Ecuador

Quito

Bureaux de l’association : +593 (0)2 29 10 387
Portable de la coordinatrice, Paola Pinza : +593 (0)8 708 74 56

info@unisur.org.ec (contact administratif)
paopinza@hotmail.com (contact Paola Pinza, gestionnaire de projets de l’association)
vichealejandro@telydata.net (contact Docteur Vicente Alejandro, Directeur exécutif)

www.unisur.org.ec/home/

Facebook: www.facebook.com/FundacionUnisur

Der Verein UNISUR setzt sich aus freiwilligen Personen aus dem Stadtteil und Vertretern der Sozialpartnern aus dem Süden zusammen: Unternehmen, Industrielle, Kirchen, Presse, kulturelle und erzieherische Einrichtungen, Nicht-Regierungs-Organisationen, Zivilgesellschaften und die Gemeinde vertreten durch die lokale Regierung. Die größte Stärke des Vereins UNISUR liegt in der verschiedenartigen Herkunft seiner Mitglieder und seiner Verwaltungskapazität.

Den Gemeinden und benachteiligten Personen ein erzieherisches, kulturelles und sozio-ökonomisches Programm von hoher Qualität und in ihrer Nähe anzubieten. Das Ziel ist, somit eine bessere Lebensqualität für sie zu schaffen.

SZ1. Förderung der Entwicklung und Verbesserung des Erziehungsangebotes für Menschen, die einer benachteiligten Gruppe angehören.

SZ2. Unterstützung bei der Arbeitssuche und Arbeitsschaffung für benachteiligte Personen.

SZ3. Förderung der Identitäts- und Kulturentwicklung bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den benachteiligten Gemeinden.

1. Aktivitäten in Verbindung mit SZ1. Förderung der erzieherischen Entwicklung und Verstärkung der benachteiligten Personen.
- Bewilligung von Stipendien an Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen aus dem Süden Quitos und andere Provinzen des Landes. Gründung einer Bibliothek mit Büchern und Hörbüchern. Der Zugang ist komplett kostenlos.
- Erstellung von Schulungsmodulen zur Informationstechnologie und Kommunikation.
- Erstellung von Modulen zur Sensibilisierung bei den Themen Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.
- Aufstellung von Arbeitsbedingungen innerhalb der Unternehmen, die die Rechte der Arbeiter über die rechtlichen Vorgaben des Gesetzgebers hinaus respektieren. (Stundensatz, Sicherheit…)

2. Aktivitäten in Verbindung mit SZ2. Unterstützung bei der Arbeitssuche und Arbeitsschaffung für benachteiligte Personen.
- Entsendung der jungen Stipendiaten in die Gemeinden von Zumbahua und Guamote, um soziale Aktivitäten, die sich an Kinder, Jugendliche und Frauen richten, auszuführen.
- Nach der ersten Hälfte des Universitätsstudiums, Erteilung von Aufgaben, die in direkter Verbindung mit dem Beruf stehen, den der betroffene Student zukünftig ausüben möchte.
- Begleitung bei der Gründung eines Mikro-Unternehmens bei den benachteiligten Bevölkerungsschichten (jugendliche Mütter, Personen mit Behinderung, Personen ohne Erstausbildung…)
- Errichtung eines Instituts zur Ausbildung im Dualsystem, das den jungen Absolventen eine leichtere Integration in ein Unternehmen und eine Langzeitanstellung ermöglicht.

3. Aktivitäten in Verbindung mit SZ3. Förderung der Identitäts- und Kulturentwicklung bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den benachteiligten Gemeinden.
- Gründung eines Journalisten-Clubs
- Ausbildung der Jugendlichen „Führungsfiguren aus dem Süden von Quito“
- Kostenlose Kurzfilm-Vorführung des unabhängigen Kinos
- Feriencamps für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen in den Monaten Juli und August.
- Durchführung eines Festivals, für und von Jugendlichen, über Kunst und Kultur im Süden von Quito. Diese Aktivitäten werden alle drei Jahre umgesetzt.

UNISUR führt ein neues Programm ein (2011/2016) und es ist derzeitig schwierig die Zahl der durch die künftig einzuführenden Initiativen direkt Betroffenen mit Genauigkeit fest zu stellen. Für Paola Pinza, muss die Betonung vor allem auf der Integration aller Projekte im Rahmen der Erreichung der allgemeinen Ziele von UNISUR liegen. Wenn eine Maßnahme eine Politik der sozialen Verantwortung von Unternehmen aufstellt, dann erhofft sie sich selbstverständlich die Partnerunternehmen zu derselben Politik zu bewegen. Gleichzeitig erhofft sie sich aber, durch diese Vorgehensweise die unternehmerische Politik von einer möglichst großen Anzahl von Unternehmen zu verändern und dadurch eine Synergie auszulösen, die es ermöglicht die Arbeitsbedingungen der Angestellten dauerhaft zu verbessern.

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