
Der Verein Adesporo hat seinen Sitz in Machala, der Hauptstadt der Provinz El Oro, mit über 217.000 Einwohnern.
Machala, wirtschaftliches Zentrum Südecuadors, gilt international als „Welthauptstadt der Banane": Das Bananengeschäft sichert der Stadt ein gewisses wirtschaftliches Einkommen, das jedoch bei weitem nicht der Gesamtheit der Bevölkerung zugute kommt. Ein weiterer typischerWirtschaftszweig ist die Produktion von Garnelen und, in geringerem Umfang, von Kakao.
Die Stadt durchläuft in letzter Zeit, ohne riesig zu sein, einen Prozess urbaner Gestaltung. Der Archipel Jambeli stellt eine ihrer touristischen Hauptattraktionen dar, wegen eines sich weithin erstreckenden Gebietes von Mangroven auf der Festlandsseite und weil er begünstigt ist durch die Öffnung zum Meer hin.
1981, das zum internationalen Behindertenjahr erklärt wurde, befürwortet die Provinzregierung von El Oro die Gründung einer Sonderschule für behinderte Kinder zwischen 5 und 16 Jahren. Ein Jahr später wird der Verein für Sonderpädagogik der Provinz el Oro, „Asociación De Educación Especial de la Provincia del Oro" - „ADESPORO"- ins Leben gerufen.
Zehn Jahre später wollen die Mitglieder des Vereins selbständig werden und sich spezieller der beruflichen Integration behinderter Erwachsener widmen.
Der Verein ändert seine Satzung und wird zur „Stiftung zur Unterstützung Behinderter", doch behält er sein Namenskürzel, das seinen Ruf begründet hat.
1995 richtet er ganz konkret Werkstätten zur Berufsausbildung ein, in denen Elemente der Persönlichkeitsentwicklung und der Beschäftigungstherapie miteinander verknüpft werden: eine Schneiderwerkstatt und eine Tischlerwerkstatt. Der Verkauf aus der Produktion der Werkstätten ermöglicht es, ihren Betrieb zu finanzieren.
Die Einschreibung ist kostenlos, doch werden die Eltern der eingeschriebenen Personen nachdrücklich aufgefordert, sich an der Organisation von Veranstaltungen zu beteiligen, um durch Geldsammlungen mehr Mittel aufzutreiben. Etwa dreißig behinderte Erwachsene (ab 16 Jahren), die aus den Randbezirken von Machala stammen, zählt man derzeit. Nur die Hälfte von ihnen ist an allen Wochentagen anwesend.
Ihre berufliche Ausbildung ist zwar in guten Händen, doch hängt ihre Anstellung auch von der positiven Haltung der Firmenchefs ab...
Mehr als auf die Art der Tätigkeit wird der Schwerpunkt auf das Erlernen von Disziplin, von Regeln und Methoden der Teamarbeit sowie auf die Entwicklung von Anpassungsfähigkeit gelegt, um die berufliche Eingliederung zu erleichtern. Von den etwa hundert Personen, welche die Werkstätten seit ihrer Gründung durchlaufen haben, konnten etwa 25 in einer Firma untergebracht werden, in der Industrie, in einer Bank oder in einem sonstigen Unternehmen.
Für Jugendliche mit Behinderung werden Workshops für die berufliche Fortbildung, die persönlichen Entwicklung und Ergotherapie beinhalten, organisiert, um deren Eingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen.

Rund 500 Leute halfen bei dieser großen Veranstaltung mit, die im Kunst- und Kulturzentrum “Luz Victoria Ribera de Mora” der Gemeinde stattfand. Während des Abends kam das Publikum in den Genuß verschiedenster Tanz-, Gesangs- und Theateraufführungen. Dazu zählten vor allem auch die Auftritte lokaler Berühmtheiten aus Machala wie z.B. Berufsfernsehschauspieler Giovanni Dávila.
Die an diesem Abend gespendeten Gelder werden einen Beitrag zur Entwicklung von Aktivitäten von ADESPORO leisten. Mit Näh- und Tischlerworkshops hilft diese Stiftung, junge Heranwachsende mit Behinderung für den Arbeitsmarkt vorzubereiten und in diesen zu integrieren.
Machala ist in wirtschaftlicher Hinsicht die Hauptstadt Südecuadors und international bekannt als „die Bananenhauptstadt der Welt“.
Die Bananenproduktion verhilft der Stadt zu einem beständigen wirtschaftlichen Einkommen, wovon jedoch nicht die gesamte Bevölkerung profitiert.
Die Produzenten dieses «grünen Goldes» gehören zu den geschätzten Partnern der Stiftung, da zahlreiche ehemalige Studenten der Stiftung in einem der Exportunternehmen Anstellung fanden.
Die Stiftung hat ihren Sitz im Aussenbereich von Machala.
Die einfachste Anfahrt führt über die Avenida de Las Palmeras und dann via Taxi zu Decima Norte. Die Räumlichkeiten können auch zu Fuss erreicht werden, aber aus Sicherheitsgründen empfehlen die Leiter der Organisation die Anfahrt mit dem Taxi, welches vom Stadtzentrum Machalas aus etwa $1.00 kostet.
Im Jahr 1981, welches zum internationalen Jahr der behinderten Menschen erklärt wurde, unterstützte die Provinzregierung von El Oro die Schaffung einer speziellen Schule für behinderte Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren: Die „Asociación De Educación Especial de la Provincia de El Oro“ kurz ADESPORO wurde ein Jahr später ins Leben gerufen.
Seit der Gründung stand die Schule unter der Vormundschaft von FASINARM, der „Fundación de Asistencia al Retardo Mental“, der ersten ecuadorianischen Organisation, die auf den Bedarf an Sonderpädagogik einging, und 1962 in Guayaquil gegründet wurde.
Im Jahr 1991, sechs Jahre nach der Gründung der Schule, wollten die Vereinsmitglieder gerne selbständig werden.
Zusätzlich zum Zentrum für Sonderpädagogik gründeten sie ein Projekt zur beruflichen Integration von Schwerbehinderten.
Im Jahr 1995 änderte die Vereinigung ihren Status und wurde zur „Stiftung zur Unterstützung Behinderter Menschen“ behielt aber das Akronym bei zwecks Wiedererkennung.
Am Sonderpädagogischen Zentrum wurden Workshops mit schulischem Lehrplan für die berufliche Fortbildung Jugendlicher eingeführt: Ein Nähkurs und ein Kurs für Holzbearbeitung.
Im Jahr 2008 wurde der Nähkurs erneut eingeführt, nachdem er für einige Jahre eingestellt worden war, da das Budget nicht ausreichte, um die Löhne und den Einkauf der notwendigen Materialen für den Workshop zu finanzieren.
Av de las Palmeras/ Décima Norte
MachalaNancy Romero, Koordinator : +593 (0)9 94 46 30 37
Fondation : + 593 (0) 72 93 30 31
Das Vereinsbüro: Besteht aus einer Gruppe von 22 Freunden im Alter von 60 bis 80 Jahren.
Ein Grossteil der Frauen war an der Gründung der Organisation beteiligt und jede trägt durch ihre Fähigkeiten und/oder ihre persönlichen Mittel zu der Organisation bei. Sozialarbeiter, Therapeuten, Verkäufer, Unternehmer und Hausfrauen gleichermassen bereichern die Organisation durch Ihre Vielfalt.
Nancy Romero ist die Erste Sprecherin für die Partner der Stiftung, da sie die Koordinatorin des Vereins ist.
Die Zweiundsechzigjährige, von Beruf Sozialarbeiterin, koordiniert die Einsätze der Organisation auf ehrenamtlicher Basis und nimmt in kritischen Situationen die Aufgaben einer Sozialarbeiterin wahr. Nancy ist eine dynamische und effiziente Person und hegt den Wunsch, im Herzstück der Vereinigung Veränderungen zu sehen, die die bessere Umsetzung von Projekten begünstigen.
Die soziale Eingliederung junger Heranwachsender ab 16 Jahren mit einer ernsthaften Behinderung soll durch Berufsausbildung und Integration gefördert werden.
-SZ1: Die individuellen Fähigkeiten der Heranwachsenden sollen gefördert werden, um damit ihr Potential auszuschöpfen.
-SZ2: Junge Heranwachsende mit Behinderung und deren Familien sollen auf dem Weg in die finanzielle und technische Unabhängigkeit unterstützt werden.
-SZ3: Die Gesellschaft soll auf Probleme aufmerksam gemacht werden, die bei der Integration behinderter Menschen bestehen.
- Aktivitäten zu Ziel Nr. 1: Die individuellen Fähigkeiten der Heranwachsenden sollen gefördert werden, um damit ihr Potential auszuschöpfen.
Schulungszentrum: ein Näh-Workshop und ein Tischler-Workshop
Die Näh-Lehrlinge entwerfen hauptsächlich Kleindung und Haushaltstextilien (z.B. Tischdecken, Vorhänge und Servietten), während im Tischler-Workshop kleinere Einrichtungsgegenstände hergestellt werden. Sie arbeiten auf Bestellung, insbesondere für Schulen, führen aber auch eine gewisse Menge an Arbeiten für spontane Projekte aus, welche zwei Mal im Jahr bei Wohltätigkeitsmärkten verkauft werden.
Aktivitäten zu Ziel Nr. 2: Junge Heranwachsende mit Behinderung und deren Familien sollen auf dem Weg in die finanzielle und technische Unabhängigkeit unterstützt werden.
-Unterstützung während der Lehrzeit: auch wenn die jungen Heranwachsenden keine formale Ausbildung erhalten, werden sie von den Lehrern in den Workshops durch den Herstellungsprozess begleitet. Einzelpersonen oder Gruppen können diszipliniert werden, falls sie sich nicht an Verfahrensweisen oder ihre ursprünglichen Verpflichtungen halten.
-Unterstützung nach der Lehrzeit: Die Lehrer besuchen die jungen Heranwachsenden in ihrer sozio-professionellen Umgebung.
-Verkauf von Objekten aus den Workshops.
Aktivitäten zu Ziel Nr. 3: Die Gesellschaft soll auf Probleme aufmerksam gemacht werden, die bei der Integration behinderter Menschen bestehen.
Organisation von Veranstaltungen, um die Menschen einander nahe: jährlich drei Treffen:
-Am Anfang jedes Schuljahres wird für die Familien eine Veranstaltung organisiert. Dort werden neuen Familien, die Ziele und Arbeitsweisen des Vereins vorgestellt und Familien Änderungen erklärt. Ebenso werden Verwaltungsunterlagen vervollständigt und die Familien die Möglichkeit die Lehrer, die die Workshops leiten, kennenzulernen.
-Das Festival der Latin Queens findet immer jedes Jahr im September statt. Zu dieser Veranstaltung, die vom Provinzrat subventioniert wird, finden sich die “Missen” aller lateinamerikanischen Länder im Verein ein. Diese Veranstaltung ist Teil des “Feria Mundial de la Banana” und zieht mehrere Hundert Zuschauer an. Es gibt dem Verein die Möglichkeit, seine Ziele einem großen Publikum mitzuteilen und den größten Wohltätigkeitsverkauf des Jahres abzuhalten.
-Das Weihnachtsprogramm, das im Verein von den Kindern im Schulungszentrum organisiert wird, stellt für die Lehrlinge eine weitere Möglichkeit dar, ihre Arbeiten zu verkaufen.
Um zu einem Workshop zugelassen zu werden, müssen die Bewerber verschiedene Kriterien erfüllen:
-Das Mindestalter von 16 Jahren erreicht haben (eine obere Altersgrenze gibt es nicht, der zur Zeit älteste Kursbesucher ist 40 Jahre alt)
-Eine geistige-, körperliche- oder Hörbehinderung haben
-Keine schweren Verhaltensstörungen aufzeigen
-Ein gewisses Mass an lebenspraktischer Selbständigkeit aufweisen Heute befinden sich 20 bis 30 junge Erwachsene in Ausbildung beim Verein.
Gegenwärtig befinden sich 20 Lehrlinge mit einer Behinderung in der Ausbildung bei ADESPORO. Sie sind zwischen 22 und 38 Jahre alt. 12 von ihnen nehmen am Näh-Workshop und8 am Tischler-Workshop teil. Die Anzahl der Anwesenden variiert täglich und ist abhängig von der Transportverfügbarkeit und medizinischen Notwendigkeiten.
Laut Koordinator stammen 90% der Lehrlinge aus schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Alle von ihnen haben eine ernsthafte geistige Behinderung, einer von ihnen das Down-Syndrom; keiner von ihnen hat eine körperliche Behinderung.